Etwas Geschichte

 

 

DogDer 22.12.1999 war kein guter Tag. Wir lebten damals in einem großen Anwesen auf dem Land und hatten ein Rudel, bestehend aus sechs Hündinnen (1 x Kuvasz, 6 x Hovawart, 1 x Västgötaspets, 1 x Österreichischer kurzhaariger Pinscher-Mischling). Unsere jüngste, Hlin, war am 06.12.1999 gedeckt worden. Sofort nach Hlins Rückkehr aus Norddeutschland verhielten sich die übrigen Rudelmitglieder völlig anders zu ihr. Auch sie benahm sich anders als zuvor – wir waren uns also recht sicher, dass sie aufgenommen hatte.

An jenem Morgen befand sich Hlin und eine der Hovawarthündinnen im großen Freilaufzwinger. Dieser war umgrenzt von einem 2,20m hohen Maschendrahtzaun. Plötzlich hörte ich ganz ungewohntes Gebell, und als ich nach unten ging, sah ich dass Hlin an einer Vorderpfote blutete. Beim genaueren Betrachten der Wunde musste ich feststellen, dass zwei der Zehenballen fast bis zur Hälfte abgerissen waren. Am Maschendrahtzaun hatte es Blutspuren. Wir haben nie herausgefunden, was dort passiert war.

Wir nahmen Rücksprache mit dem Tierarzt, und man empfahl uns am 28.12.1999 einen Ultraschall zu machen – sollten sich dann keine Welpen finden, so könnte man die Pfote in Vollnarkose operieren.  Wir fanden, dass der 22.Tag  nach der Deckung doch sehr früh für eine Feststellung der Trächtigkeit sei; man versicherte uns aber, dass der Ultraschall von der besten Spezialistin der Zentralschweiz durchgeführt werden würde, und dass das Ergebnis der Untersuchung 100% sicher sei. Am 28.12. wurde dann geschallt und der Schall zeigte keine Welpen. Auf unsere Frage, was denn passieren würde, wenn Hlin doch trächtig sei und wir eine Narkose machen ließen, lautete die Antwort, dass sie dann die Welpen verlieren würde.

Nun stellte sich für uns die Frage: Sollten wir dem Ultraschall glauben oder uns auf das Verhalten und den Instinkt unserer sechs Hündinnen verlassen?

Die Entscheidung war schnell getroffen: Wir lehnten die Operation ab. Der Tierarztbesuch war trotzdem nicht ganz umsonst, da man uns zeigte wie wir die Pfote viel besser verbinden konnten und uns auch entsprechendes spezielles Material mitgab.

In der Folge wurde unsere Hündin immer  etwas rundlicher und am 13.01.2000 fuhren wir in die Universitätstierklinik Zürich. Der Untersucher hielt Hlin den Schallkopf an den Bauch, zeigte uns vier lebende Welpen und fragte ob wir noch mehr sehen wollten – wir wollten nicht.